Freitag, 6. Juni 2014

Aufbruchstimmung

Das Semester ist zuende! Heute habe ich meine letzte Klausur hinter mich gebracht und damit mein Semester beendet. Alle Projekte sind eingereicht und nun warten wir auf die Noten. Damit gehen vier interessante und außergewöhnliche Monate Uni für mich zu Ende. Aber nicht nur in der Uni hieß es jetzt Adiós, sondern auch unter den Erasmus-Studenten beginnt langsam die Aufbruchstimmung. Gestern war ich auf der Abschieds-Party meiner finnischen Freundin Taru, und in der nächsten Woche brechen die nächsten langsam in ihre Heimatländer auf. Nur wenige bleiben bis zu zweiten Klausurenphase im Juli, und nur einige sind über San Juan Ende Juni noch hier. Ich aber schon...
Ich habe den Juni nun durchgeplant, und werde ihn (soweit das Geld reicht) nutzen, um mir Spanien noch ein wenig genauer anzuschauen. Nächste Woche werde ich nach Sevilla fliegen mit Moritz und Kathi und mich von dort aus auf den Weg in ein paar andere Städte Andalusiens machen. Soweit zumindest der Plan. Pünktlich zu San Juan, dem größten Fest des Jahres, werden wir wieder hier in A Coruña sein, das lassen wir uns schließlich nicht entgehen. Und bevor ich am letzten Wochenende diesen Monats in den Flieger nach Hause steige, schaue ich mir noch schnell Barcelona an. Ich bin gespannt!

In dieser Woche häufen sich meine Blog-Einträge ein wenig, da ich in den vorigen zwei Wochen wenig Zeit hatte zum schreiben. Aber ich möchte noch von einigen Erlebnissen berichten.

Zum Beispiel vom letzten Wochenende, an dem wohl ganz Coruña auf den Beinen war um zu feiern...

Im Estadio Riazor fand das letzte Heimspiel von Deportivo Coruña statt, für das auch wir Karten gekauft hatten. Hier: ich mit Nico, Elisa, Martin, Laura, Moritz, Elise und Antonio kurz vor dem Spiel
Außergewöhnlich viele Menschen verfolgten dieses Mal das Spiel..
...im randvollen Estadio Riazor, denn...
...mit diesem 1:0-Sieg gegen Jaen war klar, dass A Coruña wieder in die Primera División, die erste spanische Fußballliga aufsteigt!

In den letzten 10 Jahren war Deportivo (die übrigens 2000 spanischer Meister waren) bereits zwei Mal in der ersten Liga, stieg aber 2011 wieder ab. Am Samstag nach dem Aufstiegs-Sieg war die Stadt deshalb außer Rand und Band und es gab eine große Feier im Viertel Cuatro Caminos, die Mannschaft fuhr abends auf dem Dach eines Deportivo Bussen durch die Stadt, um sich feiern zu lassen. Lustig, dass ich eine genauso große Feierei bereits letztes Jahr in Braunschweig erleben konnte.
Natürlich nutzten auch wir die Stimmung in der Stadt und gingen feiern, hier Lana (die Freundin, die bei Kathi zu Besuch war) Kathi und ich im Filomatic

Neben der ganzen Aufstiegs-Feierei, war am Sonntag richtig gutes Wetter.

Obwohl ich eigentlich lernen musste, blieb ein bisschen Zeit für Strand - wenn das Wetter nun endlich gut ist...
Schließlich wurde der Strand nun auch, nachdem er Tagelang eine Baustelle war, mit Baggern und Planierraupen für den Sommer hergerichtet. Der ganze Sand, den die Stürme Anfang des Jahres an die Mauer des Paseos geschoben hatten, wurde nun wieder verteilt und geebnet - jetzt kann der Sommer ja kommen.

Elena und ich
Aber je weniger nun für die Uni zu tun ist, desto mehr Zeit hat man auch. Und da nicht jeden Tag Strandwetter ist, versuchen wir sie uns anders zu vertreiben...zum Beispiel mit Kultur. Am Dienstag war ich mit Laura im "Casa de Picasso", dem Haus, in dem Picasso während seiner Jugend einmal wohnte. Es war zwar ganz nett und der Eintritt frei, jedoch konnte man außer nicht-originalen Möbeln und nicht-originalen Werken nicht viel anschauen.
Ein bisschen besser war da das "Casa del Hombre", das ich mir am Mittwoch mit Elena angeschaut habe. Es war zwar etwas "alt" und einige Dinge funktionierten nicht mehr so, wie sie wohl einst funktionieren sollten, aber trotzdem stecken in diesem Museum echt gute Ideen wie ich finde. Kennt man allerdings Museen wie das phaeno in Wolfsburg, erwartet man zu viel.

Das Casa de Picasso ist von außer ehr unspektakulär.
Das Casa del hombre war einmal spektakulär denke ich, heute wirkt es ein wenig oll. Drinnen geht es um Themen rund um den Menschen, die Sinne, die Evulution oder das Gehirn. Dazu kann man einige interaktive Tests machen und für Kinder ist das Museum bestimmt ein Highlight
Der Blick vom Casa del hombre aus über die Bucht, in der ferne am Strand kann man sogar unser Haus erkennen

Diese Woche habe ich auch zum ersten Mal in diesem Jahr gegrillt. Endlich! :)

Wir haben uns am Mittwoch Abend auf dem Monte San Pedro getroffen und zusammengesessen, gegessen...
...Matze und Julius haben Gitarre gespielt, und wir gesungen!
 

Jule, ich und Ieva, Jules neue Mitbewohnerin aus Litauen
Kurz vor Sonnenuntergang auf dem Hortensien-Monte
Ein super Abend! Hier: Marie, Taru, ich und Jule

Später am Abend sind wir feiern gegangen, im Greetax war "Fuck the exams-Party" und wir nutzen unsere letzten gemeinsamen Abende hier schließlich!


Aufbruchstimmung. Aber morgen geht es erstmal nach Vigo mit der letzten CoruñaErasmus-Reise des Semesters, bei der fast alle dabei sein werden.


Donnerstag, 5. Juni 2014

Meine Eltern sind zu Besuch!

Die Uni ist fast vorbei, also ist Zeit für Besuch, viel Besuch! Zwei Tage nachdem unsere Freunde aus Braunschweig hier in A Coruña angekommen waren, holte ich auch meine Eltern vom Flughafen ab, die eine Woche Urlaub hier gemacht haben.

Wunderbar! Meine Eltern haben mir wirklich gefehlt und es war schön sie hier zu haben und ihnen alles zu zeigen!

Da es in den ersten Tagen, die die beiden hier waren, natürlich viel Besuch auf einmal für mich war, habe ich die Tage ein bisschen aufgeteilt, damit ich sowohl mit ihnen, als auch mit den Braunschweigern etwas unternehmen konnte. Sehr praktisch war, das meine Eltern ein Hotel im selben Häuserblock hatten, in dem ich auch wohne, und sie deshalb immer nur zwei Minuten entfernt waren.
Am Samstag nach einem kleinen spanischen Frühstück im Café Boulevard haben wir erstmal einen Spaziergang durch die Stadt gemacht, um einen ersten Eindruck zu geben...

Wir waren zum Beispiel in der Altstadt...

...und im Rosengarten an den Jardines Mendéz Nuñéz. Hier meine Mama und ich (meine Eltern waren schier beeindruckt von den vielen verschiedenen Baumarten die es in den Jardines Nuñez gab...)

Außerdem sind wir auf der Avenida Marina am Hafen entlanggegangen und ich habe meinen Eltern meine Lieblingsbäckerei in der Calle Real gezeigt (die sogar Vollkornbrot verkauft).
Und am Nachmittag habe ich meine Eltern mit zu meinem Surfkurs nach Bastiagueiros genommen, wo die beiden sich die Zeit am Strand und in der Strandbar bei einem Kaffee vertrieben, während ich und Moritz eine Runde surfen waren. 
Und nicht zu vergessen, am Samstag war schließlich ein großer Tag, dem die Spanier schon lange entgegengefiebert hatten, denn am Abend spielten Atlético Madrid gegen Real Madrid im Championsleague-Finale. Das ließen wir uns bei einem schönen spanischen Abendessen im Hotelzimmer natürlich nicht entgehen!

Am Montag war dann eine Fahrradtour an der Reihe!

Einmal um die Halbinsel - hier mein Papa und ich auf dem Fahrrad
Zuerst fuhren wir in Richtung Monte San Pedro und wanderten den Rest nach oben
Im Anschluss ging es zum Torre de Hércules, das Wahrzeichen Coruñas, auf dem auch ich an diesem Tag zum ersten mal war...
...Und tatsächlich fand ich die Aussicht noch schöner, als vom Monte San Pedro!

Im Parque de la Torre machten wir schließlich ein Picknick und fuhren am Nachmittag auf den Steg am Seefahrts-Kontrollzentrum, um ein großes Kreuzfahrtschiff ausfahren zu sehen.

Ein anstrengender, aber echt toller Tag!
Am Abend habe ich mir dann mit Kathi, Fabrizia und Marta die letzte Folge "Velvet" im Fernsehen angeschaut" (wir sind dieser Serie hier verfallen und saßen montagsabends immer gespannt vorm Fernseher, und ich hoffe sehr, dass es die Serie vielleicht auch irgendwann in Deutschland gibt), bevor im Anschluss Martin bei uns in der WG seinen Geburtstag gefeiert hat. Ein langer Tag...

Die französische Partygemeinde plus zwei Deutsche und ein Italiener: Martin, Chloé, Elise, Moritz, Elisa, Pauline, Antoine, Nico, Antonio, ich und Romaric

Nachdem meine Mutter und ich am Dienstag eine große (und erfolgreiche) Shoppingtour in Marineda City unternommmen und wir abends gemeinsam bei mir gekocht hatten, mieteten wir drei uns für die verbleibenden Tage ein Auto, um ein bisschen die Gegend zu erkunden. Gleich am Mittwoch machten wir uns auf den Weg nach Santiago de Compostela.

Als wir durch die Straßen in der Altstadt schlenderten, kam dieser lustige Umzug an uns vorbei.
An der berühmten Pilger-Kathedrale wurde leider gerade gebaut.
Auf dem Rückweg, als das Wetter auch allmählich besser wurde, machten wir noch einen kleinen Schlenker nach Betanzos, in den Parque de Pasatempo, wo ich auf meiner ersten Fahrt mit CoruñaErasmus schon einmal war.

Früher einmal war dieser Park bestimmt richtig schön...
...aber leider merkt man, das vieles nicht gepflegt oder zerstört wurde. Das ist wirklich schade, denn der Gründer des Parks hatte wirklich viele kreative Ideen.
Betanzos-Selfie: Papa, Mama und ich vor dem Löwen, der über Betanzos schauen soll (aber wegen der Bäume heute leider nichts mehr sehen kann)

Außerdem machten wir einen kleinen Stop in dem ebenfalls in der Bucht von Betanzos liegenden Touristenörtchen Sada.

Wiese, Strand, Palmen.
Und eine interessante Kirche (ja, das gehört wohl wirklich so)
Blick auf die Bucht von Betanzos: Genau so hatte ich mir Galizien immer vorgestellt

Auf einen Tipp von Jule und Moritz hin, fuhren wir am regnerischen Donnerstag in Richtung Kathedralenstrand, der etwa 140 Kilometer östlich von A Coruña in der Nähe von Ribadeo in der Provinz Lugo liegt.

Leider kam gerade die Flut. Bei Ebbe muss der Strand wunderschön sein und auch so konnte man die halbrunden Tore in den Felsen sehen
Der Praia A Catedrais ("Kathedralenstrand") hat seinen Namen auch von den Felstoren, durch die man wie durch Kathedralenfenster hindurchschauen kann. Er zählt zu den spektakulärsten Stränden Galiziens.
Auch mit Regen war es beeindruckend
Auf unserem Hinweg kamen wir in dem kleinen Ort Ortigueira vorbei und legten eine Kaffeepause ein. Es war gerade Ebbe und man sieht, wie schwer die Regenwolken in den Bergen hängen.
Auf unserer Fahrt durch Galizien

Am letzten Abend des Urlaubs meiner Eltern, gingen wir typisch galizisch Essen:

Pulpo! Für Oktopus ist A Coruña bekannt

So ging eine super schöne Woche zu Ende, und nachdem ich meine Eltern zum Flughafen gebracht hatte, bekam ich echt Heimweh. Aber auch meine Zeit hier endet schließlich schon bald...

Sonnenuntergang am Abend. Den kann ich noch drei Wochen hier genießen, dann komme auch ich schon zurück nach Deutschland. Danke für die schöne Woche, Mama & Papa!

Dienstag, 3. Juni 2014

Besuch von den Braunschweigern!

Letzte Woche kam unser langersehnter Besuch an...

Natalie, Micha, Marleen und Louisa haben uns hier in Coruña besucht
Es war schön, unsere Braunschweiger mal wieder um uns zu haben, nachdem wir sie inzwischen schon vier Monate nicht gesehen hatten. Natalie und Louisa kamen bei uns in der Wohnung unter und Micha und Marleen wohnten ein paar Tage bei Moritz.

Am Donnerstag haben wir natürlich mit unserem Besuch erst einmal ein bisschen die Stadt erkundet und waren Abends gemütlich Tapas essen. Das Wetter war leider nicht so gut am Donnerstag, weshalb wir alle einmal so richtig nass geworden sind, als wir auf dem Weg zum Torre waren. Unseren Spaß hatten wir trotzdem.

Einen Blick auf den Hafen, den ich selbst erst vor kurzem entdeckt habe. Von den Jardines de San Carlos aus sieht man das Freibad und Sportcenter "La Solina" zwischen Altstadt und Hafen

Lecker Tapas essen: Es gab Setas, Chipirones, Pollo und Tortilla.

Und im Anschluss haben wir in einer netten Bar am Plaza España Maries Geburtstag reingefeiert
 
Da die vier bis nach Porto geflogen sind, haben sie sich dort ein Auto gemietet, um hierher zu kommen und waren praktischerweise dann mobil hier. So haben wir das am Freitag genutzt, um einen Ausflug in Richtung Costa da Morte zu machen. Auf den Tipp einer Freundin hin, war unser Ziel Malpica de Bergantiños.

Am Hafen von Malpica de Bergantiños

Allerdings gestaltete sich unsere Fahrt etwas abenteuerlich. Da wir die Maut auf der Autobahn umgehen wollten, versuchte uns das Navi auf kürzestem Wege in die kleinsten Straßen und Wege zu leiten, die zum Teil nicht mal geteert waren..
Neben mir Natalie und Marleen und unser Navegations- und Fahrer-Team Micha und Louisa. Leider mussten Moritz und Laura in der Zeit noch die Klausur in Sector Audiovisual schreiben, und konnten deshalb nicht mit.
Wenn wir auf der Fahrt etwas schönes gesehen haben, hielten wir einfach an und machten eine kurze Pause. Hier waren wir an der Küste von Arteixo und haben die hohen Wellen eine Weile von oben und später direkt am Strand beobachtet.

In Malpica angekommen, saßen wir eine Weile am Hafen...
...haben die Möwen in der Nähe der Fischkutter beobachtet...
...und haben bei einer gemütlichen Mittagspause unsere Bocadillos gegessen.
Sogar das Wetter wurde von Stunde zu Stunde besser und es hörte auf zu regnen...
...sodass wir gegen Mittag einen blauen Himmel hatten.
Eins von vielen Selfies an diesem Tag: Marleen und ich
Insgesamt fand ich Malpica ganz süß, aber viel mehr als den Fischerhafen und einige kleine Bars und Läden ist in der Stadt nicht zu finden, weshalb alles etwas verschlafen wirkte. Auf dem Rückweg fuhren wir aber noch zu einem kleinen Kap in der Nähe der Stadt, von dem aus man einen schönen Blick auf die Costa da Morte hatte.

Die Costa da Morte (auf castellano "Costa de la Muerte", was auf Deutsch "Todesküste" bedeutet) hat ihren Namen aufgrund der vielen Felsen und den damit schwierigen Bedingungen für Seefahrer in diesem Gebiet, die viele Tote und Schiffbrüche verursachten.
Die "Ermida de San Adrián", eine kleine Pilgerkapelle auf dem Kap
Vor der Küste liegen drei kleine felsige Inseln, die Islas Sisargas, auf denen eine Vielfalt von Seevögeln brütet.

Von dort aus ging es dann nach Hause, wieder auf einer umwegreichen Fahrt durch das grüne Galizien. Am Abend saßen wir dann alle gemütlich beisammen und tauschten Neuigkeiten aus Braunschweig und Coruña aus, und gingen später noch zu einer kleinen Fiesta in die Wohnung von Elise und Elise herüber. Ich holte außerdem an diesem Freitagabend meine Eltern vom Flughafen ab, aber dazu mehr in meinem nächsten Blogeintrag.

Ein wunderbares Gefühl mit Freunden von zu Hause endlich wieder etwas zu unternehmen!

Den Samstag nutzten die Braunschweiger dann schließlich für eine Shoppingtour in Marineda-City und einen Ausflug zum Strand in hinter dem Torre Herkules, während in der Stadt zur gleichen Zeit der große Triatlon "Hercules-Extrem" stattfand. Ich war derweil mit meinen Eltern unterwegs, und am Nachmittag mit Moritz in Bastiagueiros surfen.

Meine Eltern waren praktischerweise mit um Fotos zu machen: Moritz und ich mit unseren Surf-Brettern
Kurze Aufwärmübungen...
...bevor es ins Wasser ging.
Die Wellen waren am Samstag echt super, sodass wir wirklich ein paar Wellen (wenn auch nur kurz) stehen konnten.

Am Samstag Abend hatten wir uns dann eine große Feierei vorgenommen, die schließlich auch erst Sonntagmorgen endete.

Bei Sonnenaufgang auf der Terrasse des Strandclubs Moom: Eric, Martina, Carly, Martin, ich, Elise, Laura, Nico, Louisa, Natalie, Marleen, Micha und Moritz

Der Sonntag wurde demzufolge zum ausgiebigen Ausschlafen genutzt und Abends machten wir gemeinsam Pizza, bevor sich unsere Braunschweiger mit Laura am Montag morgen wieder auf den Weg nach Porto machten, wo sie sich noch zwei Tage lang die Stadt anschauen wollten.

Es war eine tolle Zeit mit euch, danke, dass ihr hier wart!